Teilprojekt 4Subproject 4

Teilprojekt 4

Molekulare Strategien zur Unterstützung der funktionellen Reinnervation des dysfunktionellen Harnröhrenschließmuskels unter Anwendung des Transkriptionsfaktors p53

Ursachen für Harninkontinenz sind einerseits eine alters- und verletzungsbedingte  Verminderung der Schließmuskelzellen, andererseits aber auch eine alters- und verletzungsbedingte Verminderung der autonomen, sensorischen und motorischen Innervation. Unklar ist derzeit inwieweit eine reduzierte Innervation des Sphinkters reversibel ist, inwieweit sich regenerierende Nervenzellen und von außen zugeführte autologe Myoblasten gegenseitig beeinflussen, und ob extrakorporal aufbereitete, expandierte und in den bestehenden Sphinkter eingebrachte Muskel (Vorläufer-) Zellen Anschluß an die bestehende Innervation des Sphinkters finden. Es konnte gezeigt werden dass eine begrenzte spontane axonale Regeneration im direkten Zusammenhang mit einer Verbesserung der Muskelfunktion steht. In diesem Projekt werden daher neuartige pro-regenerative molekulare Strategien und deren Einfluß auf die Sphinktermuskulatur und das Wachstumsverhalten implantierter Zellen aus Teilprojekt 1 am Rattenmodell untersucht.

Wir konnten zeigen, dass für die physiologische Nervenregeneration der Transkriptionsfaktor p53, der wohl die Expression von pro-axonalen Wachstumsmolekülen wie GAP43 und cGKI kontrolliert, benötigt wird. Es ist daher anzunehmen, dass eine gen- oder pharmakologisch vermittelte Verstärkung der p53 abhängigen Signalkaskade die axonale Regeneration bei verletztem hypo-gastrischen Nerv unterstützt und die Sphinkterdysfunktion einschränkt. Es werden die Nervenregeneration, das Auswachsen von Nerven, die p53-abhängigen molekularen Veränderungen und das Wachstumsverhalten implantierter Zellen untersucht. Es wird versucht die Reinnervation des Sphinkters funktionell anhand von periurethraler Elektromyographie darzustellen.


Dr. Simone Di Giovanni
Hertieinstitut für Hirnforschung,
Leiter des Labors für Neuroregeneration

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